Peter H. Kemp

Meisenheimer Jugend. Eindrücke aus Saar-Lor-Lux und Süd-Europa
 
De Lauserd hat Glück gehatt im End vom Kriech.
Jetzt isa richtich umweldexperd in e schee Alder. Do hot er geschribb dos Stiggelche vun de Kindhäät in de Nookriechzeit un des Lewe, vun de Wälda un Wingerde, om gloo dehääm. Sei Herz schleet imma no Borzelbääm no Määsenum.
Prägende Jahre verbringt der Bub in dem landschaftlich reizvollen nordpfälzischen Weinanbaugebiet Glan/Nahe des Lothringer-Saarbrücker-Pfälzer Hauptkammes, der Grenzregion mit den Elwedritsche zum Elsaß und zu Lothringen, die ihn bis ins Erwachsenenleben faszinieren. Trotz der Kriegsereignisse vermitteln ihm das Meisenheimer Elternhaus und die Großeltern Andres am Obertor Geborgenheit und Lebensfreude, die ihm auch auf seinem späteren Weg zugute kommen wird.
Der Bub wird in den späten vierziger und fünfziger Jahre in der französischen oder "vergessene Zone" von der Aufbruchsstimmung im Nachkriegsdeutschland und der Wirtschaftswunderära mitgerissen, gleichzeitigerfährt er den Umbruch "alter Wertvorstellungen sowie Ordnungen" bei den Eltern und den "Niedergang der gutbürgerlichen Familie"


Prägende Persönlichkeiten sind die Eltern, vor allem die Mutter, obwohl sie schon früh verstarb. Sie prägte und definierte dem Heranwachsenden neue Werte. Sie teilte ihm etwas von den Ahnen mit, dem Volksglauben und den Volksbräuchen seiner Heimat, dem Wissen von heilenden Kräutern der weisen Frauen.
Ebenso wesentlichen Anteil an seiner Entwicklung und der Unruhe, die sein späteres antreiben soll, hat der Vater, der viele Fragen zu christlichen und jüdischen Lebenswelten Meisenheims, Zweifel, aber auch Gewißheiten in seinem Sohn zu wecken und zu hegen vermag. Fremdes und Anregendes erfährt er in Konzerten und Lesungen des Meisenheimer Freundeskreises. Aus der Waldorfschule in Pforzheim bezieht er den Drang zur Erforschung der Umwelt, der Menschen, des eigenen Lebensziels. Aus seinen Aufenhalten im Elsaß und Lorraine entwickelten sich Kreuzwegsstationen mit Richtungsanzeigen, Ausein-andersetzungen mit religiösen und naturwissen-schaftlichen Ordnungen sowie Fragen der Freiheit. Als junger Mann wird er im Buchdruckereigewerbe und der chemischen Industrie in Ludwigshafen dazu angeregt, neue Wege zu erproben. Naturwissenschaftliche Gehversuche weisen ihn zu Toren des Unter-bewusstseins. Der junge Mann durchwanderte zahlreiche Labor-Einöden und wird ein begeisteter Koch von Aphrodisiaka, Sprengstoffen und Rauschmittel. Schließlich steigt er in die Welt der kosmischen und göttlichen Imagination.
Mit de määsenumer Sprooch un elsässisch frànzees'sche Worde un jiddische Worde for de Muddersprooch ende sei Ufzeichnunge.


Zur Person
1939 in Meisenheim, ehem. Forsthaus am Obertor 30, geboren. Eltern sind der Fotograf Carl-Maria Kemp und Liselotte, geb. Andres. Der Autor ist verheiratet und hat zwei Töchter. Nach der Volksschule besuchte er die Waldorfschule Pforzheim. Er lernte und arbeitete im Buchdruckereigewerbe, der chemischen Industrie und der Kernforschungsanlage Jülich. Nach dem Chemiestudium und Studium Umweltwissenschaften führte er verschiedene Reisen und Projekte durch, in Afrika sowie Lo, dem tibetischen Königreich im Nordwesten Nepals. Seit 1983 leitete er verschiedene Laboratorien mit umweltanalytischen und toxikologischen Fragestellungen.

weitere Buchveröffentlichungen
-Singende Sande - Reisen im Maghreb, der Sahara, 
  den Sudanländern. Afrikanische Impressionen. 
  Libri Norderstedt (Videel Niebüll) 2003.
-Die Reise zum heiligen Berg Kailash in Tibet.
  Politische Widerständler,   verbotene Zonen und unbe-
  kannte Religionen an der Grenze von Tibet und
  Nepal. Mit ausführlichem Sachteil. Edition Lithaus,
  Berlin 2006.
-Achse Berlin-Shangri-La. Aufbruch ins 25. Jahrhundert. 
  Mit ausführlichem Sachteil. Edition Lithaus, 
  Berlin 2006.



Peter H. Kemp
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